Повесть А.С. Пушкина "Гробовщик" на немецком языке

Der Sargmacher von Alexander Sergejewitsch Puschkin.


"Гробовщик" - повесть Александра Сергеевича Пушкина из цикла повестей И.П. Белкина.
Аудио с переводом на немецкий язык и текстом на русском.

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Der Sargmacher

Гробовщик

Die letzten Habseligkeiten des Sargmachers Adrian Prochorow waren auf den Leichenwagen gelegt, und ein Paar magerer Pferde schleppte diesen zum vierten Mal von der Basmannaja in die Nikitskaja, wohin der Sargmacher mit seinem ganzen Haushalt umzog. Er machte seinen Laden zu, nagelte eine Anzeige an die Tür, daß das Haus zu verkaufen und zu vermieten sei, und begab sich zu Fuß nach seiner neuen Wohnung. Als er sich dem gelben Häuschen näherte, das schon lange seine Phantasie gereizt und das er endlich für eine bedeutende Summe erworben hatte, fühlte der alte Sargmacher mit Erstaunen, daß sein Herz sich gar nicht freute. Als er über die neue Schwelle trat und in seiner neuen Behausung ein großes Durcheinander vorfand, gedachte er mit einem Seufzer seiner alten Hütte, wo achtzehn Jahre lang die strengste Ordnung geherrscht hatte; er fing an, seine beiden Töchter und die Magd wegen ihrer Langsamkeit zu schelten und legte selbst Hand an. Bald war die Ordnung hergestellt; der Schrein mit den Heiligenbildern, der Schrank mit dem Geschirr, der Tisch, das Sofa und das Bett nahmen die für sie bestimmten Winkel im Hinterzimmer ein; in die Küche und ins Wohnzimmer kamen aber die Erzeugnisse des Hausherrn: Särge von allen Farben und Größen, ebenso Schränke mit Trauerhüten, Mänteln und Fackeln. Über dem Tore prangte ein Schild mit der Darstellung eines wohlbeleibten Amors, der eine gesenkte Fackel in der Hand hielt, und der Inschrift: »Hier werden einfache und gestrichene Särge verkauft und überzogen, auch werden solche ausgeliehen und alte repariert.« Die Mädchen gingen auf ihre Kammer; Adrian machte eine Runde durch seinen Besitz, setzte sich ans Fester und ließ sich den Samowar bringen. Der aufgeklärte Leser weiß, daß Shakespeare und Walter Scott ihre Totengräber als lustige und zum Scherzen aufgelegte Menschen darstellen, um durch diesen Kontrast unsere Phantasie mächtiger zu erregen. Aus Achtung vor der Wahrheit können wir aber diesem Beispiel nicht folgen und müssen gestehen, daß der Charakter unseres Sargmachers vollkommen seinem düsteren Handwerke entsprach. Adrian Prochorow war gewöhnlich finster und versonnen. Er brach sein Schweigen nur, um seine Töchter auszuzanken, wenn er sie beschäftigungslos am Fenster sitzen und nach den Vorbeigehenden ausschauen fand, oder um für seine Erzeugnisse einen übertriebenen Preis von denen zu verlangen, die das Unglück (zuweilen auch das Vergnügen) hatten, ihrer zu bedürfen. Adrian war auch jetzt, da er am Fenster saß und die siebente Tasse Tee leerte, wie immer in seine traurigen Betrachtungen versunken. Er dachte an den Regenguß, in den vor acht Tagen der Leichenzug eines verabschiedeten Brigadiers unmittelbar an der Stadtgrenze geraten war. Viele Trauermäntel waren nach diesem Guß enger geworden, viele Hüte hatten sich geworfen. Er sah unvermeidliche Auslagen voraus, denn sein alter Vorrat an Trauerkostümen geriet allmählich in einen jämmerlichen Zustand. Er hoffte, diesen Schaden bei der Beerdigung der alten Kaufmannswitwe Trjuchina herauszuschlagen, die schon seit einem Jahre im Sterben lag. Aber die Trjuchina starb auf dem Rasguljai, und Prochorow fürchtete, daß die Erben, trotz des gegebenen Versprechens, es scheuen würden, zu ihm so weit zu schicken, und sich mit seinem nächsten Konkurrenten einigen könnten. Diese Betrachtungen wurden unterbrochen durch ein dreimaliges Freimaurerklopfen an der Türe. »Wer ist da?« fragte der Sargmacher. Die Tür ging auf, und ins Zimmer trat ein Mann, in dem man auf den ersten Blick einen deutschen Handwerker erkannte und der sich mit der lustigsten Miene dem Sargmacher näherte. »Verzeihen Sie, Herr Nachbar,« sagte er in jenem russischen Dialekt, den wir noch immer nicht ohne Lachen anhören können: »verzeihen Sie, daß ich störe ... ich möchte schneller Ihre Bekanntschaft machen. Ich bin Schuhmacher, mein Name ist Gottlieb Schulz, und ich wohne hier gleich gegenüber in diesem Häuschen vor Ihren Fenstern. Morgen feiere ich meine silberne Hochzeit, und ich bitte Sie und Ihre Töchter, bei mir freundschaftlich zu Mittag zu speisen.« Die Einladung wurde wohlwollend angenommen. Der Sargmacher bat den Schuhmacher, Platz zu nehmen und eine Tasse Tee zu trinken, und dank dem offenen Charakter des Gottlieb Schulz kam bald ein freundschaftliches Gespräch in Fluß. »Wie geht das Geschäft, Euer Gnaden?« fragte Adrian. – »He, he.« antwortete Gottlieb Schulz: »verschieden. Klagen kann ich nicht, obwohl meine Ware doch ganz anders ist als die Ihrige: der Lebende kann sich ohne Stiefel behelfen, aber der Tote kann ohne Sarg nicht leben.« – »Sehr wahr!« bemerkte Adrian: »wenn aber der Lebende kein Geld hat, um sich Stiefel zu kaufen, so muß er barfuß laufen; doch der tote Bettler kriegt seinen Sarg umsonst.« So ging die Unterhaltung noch eine Weile; endlich stand der Schuhmacher auf und verabschiedete sich vom Sargmacher, wobei er seine Einladung wiederholte. Am andern Tag, punkt zwölf Uhr, traten der Sargmacher und seine Töchter aus der Pforte ihres neugekauften Häuschens und begaben sich zum Nachbarn. Ich will weder den russischen Kaftan Adrian Prochorows, noch den europäischen Putz Akulinas und Darjas beschreiben und weiche somit von der Übung der modernen Romanschreiber ab. Ich halte es jedoch nicht für überflüssig zu bemerken, daß die beiden jungen Mädchen gelbe Hüte und rote Schuhe trugen, die sie nur bei feierlichen Gelegenheiten zu tragen pflegten. Die kleine Wohnung des Schuhmachers war voller Gäste; es waren dies hauptsächlich deutsche Handwerker mit ihren Frauen und Gesellen. Von russischen Beamten war nur der Esthe Jurko zugegen, ein Nachtwächter, der trotz seines bescheidenen Amtes das besondere Wohlwollen des Gastgebers genoß. Fünfundzwanzig Jahre hatte er dieses Amt treu und ehrlich versehen, wie der Postillon bei Pogorelskij. Der Brand von 1812, der die erste Hauptstadt des Reiches zerstörte, vernichtete auch sein gelbes Wächterhäuschen. Aber bald nach der Vertreibung des Feindes erschien an seiner Stelle ein neues, graugetünchtes mit weißen dorischen Säulen, vor dem Jurko wieder in seiner Rüstung aus grobem Tuch und mit der Hellebarde in der Hand auf und ab zu gehen begann. Er war fast allen Deutschen, die in der Nähe des Nikitskij-Tores wohnten, gut bekannt: viele von ihnen hatten schon manche Nacht vom Sonntag auf Montag in seinem Wächterhäuschen zugebracht. Adrian lernte ihn sofort als einen Menschen kennen, den er früher oder später vielleicht brauchen können würde, und als die Gäste sich an die Tafel setzten, nahmen sie nebeneinander Platz. Herr und Frau Schulz und ihre Tochter, das siebzehnjährige Lottchen, aßen mit den Gästen, bewirteten sie und halfen der Köchin beim Servieren. Das Bier floß in Strömen. Jurko aß für vier; Adrian stand ihm nicht nach; seine Töchter genierten sich jedoch mehr; die in deutscher Sprache geführte Unterhaltung wurde immer lauter. Plötzlich erbat sich der Hausherr Aufmerksamkeit, entkorkte eine versiegelte Flasche und rief auf russisch: »Auf das Wohl meiner guten Luise!« Der Champagner zweiter Güte schäumte. Der Hausherr küßte zärtlich das frische Gesicht seiner vierzigjährigen Lebensgefährtin, und die Gäste tranken geräuschvoll auf das Wohl der guten Luise. »Auf das Wohl meiner liebenswürdigen Gäste!« verkündete der Hausherr, eine zweite Flasche entkorkend. Die Gäste dankten ihm, indem sie ihre Gläser von neuem leerten. Nun folgten die Trinksprüche aufeinander: man trank auf das Wohl eines jeden Gastes besonders; auf das Wohl von Moskau und eines ganzen Dutzend deutscher Städtchen; man trank auf das Wohl aller Zünfte im allgemeinen und jeder einzelnen im besonderen; man trank auf das Wohl aller Meister und ihrer Gesellen. Adrian trank mit großem Eifer und kam so sehr in Stimmung, daß er selbst einen scherzhaften Trinkspruch ausbrachte. Plötzlich erhob einer der Gäste, ein dicker Bäcker, sein Glas und rief: »Auf das Wohl derer, für die wir arbeiten, auf das Wohl unserer Kunden!« Dieser Vorschlag wurde wie die anderen freudig und einstimmig angenommen. Die Gäste begannen, sich voreinander zu verbeugen: der Schneider vor dem Schuhmacher, der Schuhmacher vor dem Schneider, der Bäcker vor den beiden, alle vor dem Bäcker usw. Jurko rief inmitten dieser gegenwärtigen Verbeugungen seinem Nachbarn zu: »Nun, Väterchen, trink' doch aus das Wohl deiner Toten!« Alle lachten, aber der Sargmacher hielt sich für beleidigt und wurde mürrisch. Niemand merkte es, die Gäste tranken weiter, und man läutete schon zur Vesper, als alle sich vom Tische erhoben. Die Gäste trennten sich in später Stunde, zum größten Teil angeheitert. Der dicke Bäcker und der Buchbinder, dessen Gesicht in roten Saffian gebunden zu sein schien, führten Jurko an den Armen nach seinem Wächterhäuschen, eingedenk des russischen Sprichwortes: »Die Schuld wird erst durchs Bezahlen schön.« Der Sargmacher kam betrunken und wütend nach Hause. »Was ist das, in der Tat,« sprach er laut vor sich hin, »warum soll mein Handwerk weniger ehrenhaft sein als die übrigen? Ist denn der Sargmacher ein Bruder des Henkers? Worüber lachen diese Deutschen? Ist denn ein Sargmacher ein Hanswurst für die Fastnacht? Ich wollte sie schon zur Einweihung meiner neuen Wohnung einladen und ein Fest geben; doch das soll nicht sein. Ich lade aber diejenigen, für die ich arbeite: die rechtgläubigen Leichen« – »Was redest du, Väterchen?« sagte die Magd, die ihm gerade die Stiefel auszog. »Was sprichst du für Unsinn? Bekreuzige dich doch. Die Toten zu Gast laden. Fürchterlich.« – »Bei Gott, ich werde sie laden,« fuhr Adrian fort. »Und sogar für morgen. Bitte kommt doch, meine Wohltäter, zu mir morgen abend zu einem Schmaus. Ich werde euch traktieren mit allem, was mir Gott beschert hat.« Mit diesen Worten ging der Sargmacher zu Bett und begann bald zu schnarchen. Draußen war es noch dunkel, als man Adrian weckte. Die Kaufmannswitwe Trjuchina war in derselben Nacht gestorben, und ein berittener Bote vom Verwalter brachte Adrian diese Nachricht. Der Sargmacher gab ihm dafür zehn Kopeken Trinkgeld, zog sich in aller Eile an, nahm eine Droschke und fuhr nach dem Rasguljai. Am Tore des Sterbehauses stand schon die Polizei und gingen Kaufleute auf und ab, wie die Raben, die ein Aas wittern. Die Verstorbene lag auf dem Tisch, gelb wie Wachs, aber durch die Verwesung noch nicht entstellt. Verwandte, Nachbarn und das Hausgesinde drängten sich um sie. Alle Fenster standen offen; die Kerzen brannten; die Geistlichen lasen Gebete. Adrian ging auf Trjuchinas Neffen, einen jungen Kaufmann in modischem Rock, zu und erklärte ihm, daß er den Sarg, die Kerzen, die Sargdecke sowie das übrige Begräbniszubehör in bester Ordnung und pünktlich beistellen würde. Der Erbe dankte ihm zerstreut und sagte, er wolle wegen der Kosten nicht feilschen und verlasse sich in allen Dingen auf seine Anständigkeit. Der Sargmacher schwur seiner Gewohnheit gemäß bei Gott, daß er keinen Pfennig zuviel verlangen würde, wechselte mit dem Verwalter einen vielsagenden Blick und machte sich auf, um das Notwendige herbeizuschaffen. Den ganzen Tag fuhr er vom Rasguljai zum Nikitskij-Tor und zurück; gegen abend war er fertig, entließ die Droschke und ging zu Fuß heim. Es war eine Mondnacht. Der Sargmacher erreichte glücklich das Nikitskij-Tor. Bei der Himmelfahrtskirche rief ihn unser Freund Jurko an, und als er den Sargmacher erkannte, wünschte er ihm gute Nacht. Es war spät. Der Sargmacher näherte sich schon seinem Hause, als es ihm plötzlich vorkam, daß jemand auf die Hauspforte zuging, sie öffnete und eintrat. »Was mag das wohl bedeuten?« fragte sich Adrian. »Wer kann nach mir verlangen? Ist es vielleicht ein Dieb? Oder haben meine dummen Gänse Besuch von Geliebten? Das wäre möglich.« Der Sargmacher wollte schon seinen Freund Jurko zuhilfe rufen. Aber in diesem Augenblick näherte sich wieder jemand der Hauspforte und wollte eintreten; als er den Hausherrn heranlaufen sah, blieb er stehen und zog seinen Dreimaster. Das Gesicht kam Adrian bekannt vor, aber in der Eile konnte er es nicht genau sehen. »Sie kommen zu mir,« sagte Adrian atemlos: »treten Sie bitte ein.« – »Keine Umstände, Väterchen,« antwortete jener dumpf. »Geh' voraus und zeige den Gästen den Weg.« Adrian hatte auch keine Zeit, Umstände zu machen. Die Hauspforte stand offen, er ging die Treppe hinauf, und jener folgte ihm. Adrian kam es vor, als ob in seinen Zimmern Leute auf und ab gingen. »Was für ein Teufelsspuk!« dachte er sich und wollte eintreten ... aber hier knickten seine Beine ein. Das Zimmer war voller Toten. Der Mond schien durch die Fenster herein und beleuchtete ihre gelben und blauen Gesichter, die eingesunkenen Münder, die trüben, halbgeschlossenen Augen und die zugespitzten Nasen ... Adrian erkannte in ihnen mit Entsetzen Leute, die unter seiner Beteiligung beerdigt worden waren; in dem Gast, der zugleich mit ihm eingetreten war, den Brigadier, bei dessen Beerdigung es in Strömen geregnet hatte. Sie alle, die Herren und die Damen umringten den Sargmacher mit Verbeugungen und Komplimenten, mit Ausnahme eines Bettlers, der vor kurzem unentgeltlich begraben worden war und der, sich seiner Lumpen schämend, nicht näher kam und bescheiden in einem Winkel stand. Alle übrigen waren höchst anständig gekleidet: die Damen trugen Hauben mit Bändern; die Beamten hatten ihre Uniformen an, waren aber unrasiert; die Kaufleute waren in ihren Feiertagsröcken erschienen. »Siehst du, Prochorow,« sagte der Brigadier im Namen der ganzen Gesellschaft, »wir sind alle auf deine Einladung hin auferstanden; nur diejenigen sind zu Hause geblieben, die nicht kommen konnten, die ganz auseinandergefallen sind und nur noch aus Knochen ohne Haut bestehen; aber auch von diesen konnte sich einer nicht enthalten – so gerne wollte er dich besuchen ...« In diesem Augenblick drängte sich ein kleines Skelett durch die Menge und ging auf Adrian zu. Sein Schädel lächelte dem Sargmacher freundlich zu. Fetzen hellgrünen und roten Tuches und alter Leinwand hingen an ihm wie an einer Stange, während die Knochen seiner Füße in seinen hohen Reitstiefeln wie Stößel in Mörsern klapperten. »Du erkennst mich nicht, Prochorow,« sagte das Skelett. »Erinnerst du dich noch an den verabschiedeten Sergeanten der Garde Pjotr Petrowitsch Kurilkin, denselben, dem du im Jahre 1799 deinen ersten Sarg verkauft hast, und dazu einen aus Fichtenholz statt aus Eichenholz?« Mit diesen Worten wollte er ihn in seine knöchernen Arme schließen. Aber Adrian nahm seine ganze Kraft zusammen, schrie auf und stieß ihn zurück. Pjotr Petrowitsch wankte, fiel hin und ging in Stücke. Unter den Toten erhob sich ein Gemurmel der Entrüstung; alle traten für die Ehre ihres Genossen ein, fielen über Adrian mit Schimpfworten und Drohungen her, und der arme Gastgeber, fast erdrückt und durch ihr Geschrei betäubt, verlor seine Geistesgegenwart, fiel selbst auf die Gebeine des verabschiedeten Sergeanten der Garde und verlor das Bewußtsein. Die Sonne beleuchtete schon längst das Bett, auf dem der Sargmacher lag. Endlich schlug er die Augen auf und erblickte vor sich die Magd, die die Kohlen im Samowar anfachte. Mit Entsetzen erinnerte sich Adrian aller gestrigen Erlebnisse. Die Trjuchina, der Brigadier und der Sergeant Kurilkin tauchten wieder vor ihm auf. Er wartete schweigend, daß die Magd ein Gespräch beginnen und ihm über die Folgen der nächtlichen Abenteuer berichten würde. »Wie du dich verschlafen hast, Väterchen Adrian Prochorowitsch,« sagte Aksinja, indem sie ihm seinen Schlafrock reichte. »Der Nachbar Schneider war da, auch der Nachtwächter mit der Mitteilung, daß der Revieraufseher heute Namenstag hat, aber du geruhtest noch zu schlafen, und wir wollten dich nicht wecken.« »Kam denn niemand von der verstorbenen Trjuchina?« »Von der Verstorbenen? Ist sie denn gestorben?« »Dumme Gans! Hast du mir nicht selbst geholfen, alles für ihre Beerdigung herzurichten? »Was hast du, Väterchen: bist du von Sinnen oder ist der gestrige Rausch noch nicht verflogen? Was für eine Beerdigung hast du denn gestern gehabt? Du hast den ganzen Tag beim Deutschen gezecht, warst dann betrunken heimgekommen, hast dich aufs Bett geworfen und hast bis zur Stunde geschlafen, wo man zur Messe läutete.« »Wirklich?« fragte der Sargmacher erfreut. »Aber gewiß!« antwortete die Magd. »Nun, wenn es so ist, dann gib mir schnell Tee und ruf' die Töchter her.« Не зрим ли каждый день гробов,
Седин дряхлеющей вселенной?
Державин
Последние пожитки гробовщика Адриана Прохорова были взвалены на похоронные дроги, и тощая пара в четвертый раз потащилась с Басманной на Никитскую, куда гробовщик переселялся всем своим домом. Заперев лавку, прибил он к воротам объявление о том, что дом продается и отдается внаймы, и пешком отправился на новоселье. Приближаясь к желтому домику, так давно соблазнявшему его воображение и, наконец, купленному им за порядочную сумму, старый гробовщик чувствовал с удивлением, что сердце его не радовалось. Переступив за незнакомый порог и нашед в новом своем жилище суматоху, он вздохнул о ветхой лачужке, где в течение осьмнадцати лет все было заведено самым строгим порядком; стал бранить обеих своих дочерей и работницу за их медленность и сам принялся им помогать. Вскоре порядок установился; кивот с образами, шкаф с посудою, стол, диван и кровать заняли им определенные углы в задней комнате; в кухне и гостиной поместились изделия хозяина: гробы всех цветов и всякого размера, также шкафы с траурными шляпами, мантиями и факелами. Над воротами возвысилась вывеска, изображающая дородного Амура с опрокинутым факелом в руке, с подписью: «Здесь продаются и обиваются гробы простые и крашеные, также отдаются напрокат и починяются старые». Девушки ушли в свою светлицу. Адриан обошел свое жилище, сел у окошка и приказал готовить самовар. Просвещенный читатель ведает, что Шекспир и Вальтер Скотт оба представили своих гробокопателей людьми веселыми и шутливыми, дабы сей противоположностию сильнее поразить наше воображение. Из уважения к истине мы не можем следовать их примеру и принуждены признаться, что нрав нашего гробовщика совершенно соответствовал мрачному его ремеслу. Адриан Прохоров обыкновенно был угрюм и задумчив. Он разрешал молчание разве только для того, чтоб журить своих дочерей, когда заставал их без дела глазеющих в окно на прохожих, или чтоб запрашивать за свои произведения преувеличенную цену у тех, которые имели несчастье (а иногда и удовольствие) в них нуждаться. Итак, Адриан, сидя под окном и выпивая седьмую чашку чаю, по своему обыкновению был погружен в печальные размышления. Он думал о проливном дожде, который, за неделю тому назад, встретил у самой заставы похороны отставного бригадира. Многие мантии от того сузились, многие шляпы покоробились. Он предвидел неминуемые расходы, ибо давний запас гробовых нарядов приходил у него в жалкое состояние. Он надеялся выместить убыток на старой купчихе Трюхиной, которая уже около года находилась при смерти. Но Трюхина умирала на Разгуляе, и Прохоров боялся, чтоб ее наследники, несмотря на свое обещание, не поленились послать за ним в такую даль и не сторговались бы с ближайшим подрядчиком. Сии размышления были прерваны нечаянно тремя франмасонскими ударами в дверь. «Кто там?» – спросил гробовщик. Дверь отворилась, и человек, в котором с первого взгляду можно было узнать немца ремесленника, вошел в комнату и с веселым видом приближился к гробовщику. «Извините, любезный сосед, – сказал он тем русским наречием, которое мы без смеха доныне слышать не можем, – извините, что я вам помешал… я желал поскорее с вами познакомиться. Я сапожник, имя мое Готлиб Шульц, и живу от вас через улицу, в этом домике, что против ваших окошек. Завтра праздную мою серебряную свадьбу, и я прошу вас и ваших дочек отобедать у меня по-приятельски». Приглашение было благосклонно принято. Гробовщик просил сапожника садиться и выкушать чашку чаю, и благодаря открытому нраву Готлиба Шульца вскоре они разговорились дружелюбно. «Каково торгует ваша милость?» – спросил Адриан. «Э-хе-хе, – отвечал Шульц, – и так и сяк. Пожаловаться не могу. Хоть, конечно, мой товар не то, что ваш: живой без сапог обойдется, а мертвый без гроба не живет». – «Сущая правда, – заметил Адриан, – однако ж, если живому не на что купить сапог, то, не прогневайся, ходит он и босой; а нищий мертвец и даром берет себе гроб». Таким образом беседа продолжалась у них еще несколько времени; наконец сапожник встал и простился с гробовщиком, возобновляя свое приглашение. На другой день, ровно в двенадцать часов, гробовщик и его дочери вышли из калитки новокупленного дома и отправились к соседу. Не стану описывать ни русского кафтана Адриана Прохорова, ни европейского наряда Акулины и Дарьи, отступая в сем случае от обычая, принятого нынешними романистами. Полагаю, однако ж, не излишним заметить, что обе девицы надели желтые шляпки и красные башмаки, что бывало у них только в торжественные случаи. Тесная квартирка сапожника была наполнена гостями, большею частью немцами ремесленниками, с их женами и подмастерьями. Из русских чиновников был один будочник, чухонец Юрко, умевший приобрести, несмотря на свое смиренное звание, особенную благосклонность хозяина. Лет двадцать пять служил он в сем звании верой и правдою, как почталион Погорельского. Пожар двенадцатого года, уничтожив первопрестольную столицу, истребил и его желтую будку. Но тотчас, по изгнании врага, на ее месте явилась новая, серенькая с белыми колонками дорического ордена, и Юрко стал опять расхаживать около нее с секирой и в броне сермяжной. Он был знаком большей части немцев, живущих около Никитских ворот: иным из них случалось даже ночевать у Юрки с воскресенья на понедельник. Адриан тотчас познакомился с ним, как с человеком, в котором рано или поздно может случиться иметь нужду, и как гости пошли за стол, то они сели вместе. Господин и госпожа Шульц и дочка их, семнадцатилетняя Лотхен, обедая с гостями, все вместе угощали и помогали кухарке служить. Пиво лилось. Юрко ел за четверых; Адриан ему не уступал; дочери его чинились; разговор на немецком языке час от часу делался шумнее. Вдруг хозяин потребовал внимания и, откупоривая засмоленную бутылку, громко произнес по-русски: «За здоровье моей доброй Луизы!» Полушампанское запенилось. Хозяин нежно поцеловал свежее лицо сорокалетней своей подруги, и гости шумно выпили здоровье доброй Луизы. «За здоровье любезных гостей моих!» – провозгласил хозяин, откупоривая вторую бутылку, – и гости благодарили его, осушая вновь свои рюмки. Тут начали здоровья следовать одно за другим: пили здоровье каждого гостя особливо, пили здоровье Москвы и целой дюжины германских городков, пили здоровье всех цехов вообще и каждого в особенности, пили здоровье мастеров и подмастерьев. Адриан пил с усердием и до того развеселился, что сам предложил какой-то шутливый тост. Вдруг один из гостей, толстый булочник, поднял рюмку и воскликнул: «За здоровье тех, на которых мы работаем, unserer Kundleute! » Предложение, как и все, было принято радостно и единодушно. Гости начали друг другу кланяться, портной сапожнику, сапожник портному, булочник им обоим, все булочнику и так далее. Юрко, посреди сих взаимных поклонов, закричал, обратись к своему соседу: «Что же? пей, батюшка, за здоровье своих мертвецов». Все захохотали, но гробовщик почел себя обиженным и нахмурился. Никто того не заметил, гости продолжали пить, и уже благовестили к вечерне, когда встали из-за стола. Гости разошлись поздно, и по большей части навеселе. Толстый булочник и переплетчик, коего лицо казалось в красненьком сафьянном переплете , под руки отвели Юрку в его будку, наблюдая в сем случае русскую пословицу: долг платежом красен. Гробовщик пришел домой пьян и сердит. «Что ж это, в самом деле, – рассуждал он вслух, – чем ремесло мое нечестнее прочих? разве гробовщик брат палачу? чему смеются басурмане? разве гробовщик гаер святочный? Хотелось было мне позвать их на новоселье, задать им пир горой: ин не бывать же тому! А созову я тех, на которых работаю: мертвецов православных». – «Что ты, батюшка? – сказала работница, которая в это время разувала его, – что ты это городишь? Перекрестись! Созывать мертвых на новоселье! Экая страсть!» – «Ей-богу, созову, – продолжал Адриан, – и на завтрашний же день. Милости просим, мои благодетели, завтра вечером у меня попировать; угощу, чем бог послал». С этим словом гробовщик отправился на кровать и вскоре захрапел. На дворе было еще темно, как Адриана разбудили. Купчиха Трюхина скончалась в эту самую ночь, и нарочный от ее приказчика прискакал к Адриану верхом с этим известием. Гробовщик дал ему за то гривенник на водку, оделся наскоро, взял извозчика и поехал на Разгуляй. У ворот покойницы уже стояла полиция и расхаживали купцы, как вороны, почуя мертвое тело. Покойница лежала на столе, желтая как воск, но еще не обезображенная тлением. Около ее теснились родственники, соседи и домашние. Все окна были открыты; свечи горели; священники читали молитвы. Адриан подошел к племяннику Трюхиной, молодому купчику в модном сюртуке, объявляя ему, что гроб, свечи, покров и другие похоронные принадлежности тотчас будут ему доставлены во всей исправности. Наследник благодарил его рассеянно, сказав, что о цене он не торгуется, а во всем полагается на его совесть. Гробовщик, по обыкновению своему, побожился, что лишнего не возьмет; значительным взглядом обменялся с приказчиком и поехал хлопотать. Целый день разъезжал с Разгуляя к Никитским воротам и обратно; к вечеру все сладил и пошел домой пешком, отпустив своего извозчика. Ночь была лунная. Гробовщик благополучно дошел до Никитских ворот. У Вознесения окликал его знакомец наш Юрко и, узнав гробовщика, пожелал ему доброй ночи. Было поздно. Гробовщик подходил уже к своему дому, как вдруг показалось ему, что кто-то подошел к его воротам, отворил калитку и в нее скрылся. «Что бы это значило? – подумал Адриан. – Кому опять до меня нужда? Уж не вор ли ко мне забрался? Не ходят ли любовники к моим дурам? Чего доброго!» И гробовщик думал уже кликнуть себе на помощь приятеля своего Юрку. В эту минуту кто-то еще приближился к калитке и собирался войти, но, увидя бегущего хозяина, остановился и снял треугольную шляпу. Адриану лицо его показалось знакомо, но второпях не успел он порядочно его разглядеть. «Вы пожаловали ко мне, – сказал запыхавшись Адриан, – войдите же, сделайте милость». – «Не церемонься, батюшка, – отвечал тот глухо, – ступай себе вперед; указывай гостям дорогу!» Адриану и некогда было церемониться. Калитка была отперта, он пошел на лестницу, и тот за ним. Адриану показалось, что по комнатам его ходят люди. «Что за дьявольщина!» – подумал он и спешил войти… тут ноги его подкосились. Комната полна была мертвецами. Луна сквозь окна освещала их желтые и синие лица, ввалившиеся рты, мутные, полузакрытые глаза и высунувшиеся носы… Адриан с ужасом узнал в них людей, погребенных его стараниями, и в госте, с ним вместе вошедшем, бригадира, похороненного во время проливного дождя. Все они, дамы и мужчины, окружили гробовщика с поклонами и приветствиями, кроме одного бедняка, недавно даром похороненного, который, совестясь и стыдясь своего рубища, не приближался и стоял смиренно в углу. Прочие все одеты были благопристойно: покойницы в чепцах и лентах, мертвецы чиновные в мундирах, но с бородами небритыми, купцы в праздничных кафтанах. «Видишь ли, Прохоров, – сказал бригадир от имени всей честной компании, – все мы поднялись на твое приглашение; остались дома только те, которым уже невмочь, которые совсем развалились да у кого остались одни кости без кожи, но и тут один не утерпел – так хотелось ему побывать у тебя…» В эту минуту маленький скелет продрался сквозь толпу и приближился к Адриану. Череп его ласково улыбался гробовщику. Клочки светло-зеленого и красного сукна и ветхой холстины кой-где висели на нем, как на шесте, а кости ног бились в больших ботфортах, как пестики в ступах. «Ты не узнал меня, Прохоров, – сказал скелет. – Помнишь ли отставного сержанта гвардии Петра Петровича Курилкина, того самого, которому, в 1799 году, ты продал первый свой гроб – и еще сосновый за дубовый?» С сим словом мертвец простер ему костяные объятия – но Адриан, собравшись с силами, закричал и оттолкнул его. Петр Петрович пошатнулся, упал и весь рассыпался. Между мертвецами поднялся ропот негодования; все вступились за честь своего товарища, пристали к Адриану с бранью и угрозами, и бедный хозяин, оглушенный их криком и почти задавленный, потерял присутствие духа, сам упал на кости отставного сержанта гвардии и лишился чувств. Солнце давно уже освещало постелю, на которой лежал гробовщик. Наконец открыл он глаза и увидел перед собою свою работницу, раздувавшую самовар. С ужасом вспомнил Адриан все вчерашние происшествия. Трюхина, бригадир и сержант Курилкин смутно представились его воображению. Он молча ожидал, чтоб работница начала с ним разговор и объявила о последствиях ночных приключений. – Как ты заспался, батюшка, Адриан Прохорович, – сказала Аксинья, подавая ему халат. – К тебе заходил сосед портной и здешний будочник забегал с объявлением, что сегодня частный именинник, да ты изволил почивать, и мы не хотели тебя разбудить. – А приходили ко мне от покойницы Трюхиной? – Покойницы? Да разве она умерла? – Эка дура! Да не ты ли пособляла мне вчера улаживать ее похороны? – Что ты, батюшка? не с ума ли спятил, али хмель вчерашний еще у тя не прошел? Какие были вчера похороны? Ты целый день пировал у немца – воротился пьян, завалился в постелю, да и спал до сего часа, как уж к обедне отблаговестили. – Ой ли! – сказал обрадованный гробовщик. – Вестимо так, – отвечала работница. – Ну, коли так, давай скорее чаю, да позови дочерей.

Язык книги: 

Немецкий

Автор: 

А.С. Пушкин

Название книги: 

Гробовщик

Аудиокнига с текстом: 

Да

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